Mit oder ohne Hörsaal – Der Protest geht weiter!
Linz formiert sich neu
Das Plenum hat am Freitag, 6. November 2009 beschlossen, den HS 1 der Johannes Kepler Universität Linz (bzw. Ludwig Scharinger Universität) vorübergehend freizugeben, trotzdem stehen wir weiterhin konsequent hinter unseren Forderungen.
Die Unterstützung der Öffentlichkeit beim Aktionstag am 5. November hat gezeigt, dass es uns gelungen ist, auf die prekären Verhältnisse unserer Gesellschaft und des Bildungssystems hinzuweisen. Dieses Thema betrifft uns alle!
Auch wenn der Hörsaal nun freigegeben ist, werden wir auch in Zukunft intensiv für unsere Anliegen kämpfen und auf Missstände aufmerksam machen. Wir werden den offenen Diskurs fortlaufend pflegen und verstärkt konstruktive Gespräche mit der dialogbereiten Mehrheit der Bevölkerung suchen.
Wir, die BesetzerInnen des HS 1 an der JKU, bedanken uns bei allen beteiligten Gruppen sowie Einzelpersonen für ihre andauernde Unterstützung und Solidarität. Unsere Kräfte sind durch die mittlerweile 11 Tage andauernde Besetzung erschöpft; dies bedeutet jedoch in keinster Weise das Ende unserer Proteste und wir laden auch weiterhin alle Interessierten ein, in unserer Bewegung konstruktiv mitzuwirken.
Unser nächstes Treffen findet am Montag statt, weitere Schritte werden im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben.









07.11.2009 um %H:%M
Schwierig die richtigen Worte zu finden!
Bin gespalten, dankbar, dass ihr es so lange ausgehalten habt, aber auch sehr traurig und wütend, dass die Besetzung ein Ende hat.
Ich hoffe die Besetzer in Linz haben sich Gedanken darüber gemacht, was es für die Bewegung heißt, wenn einzelne zum Aufgeben gezwungen sind, auch wenn ihr anstrebt weiter zu arbeiten, worüber ich mich sehr freue, wird es ohne Hörsaal und somit ohne Druckmittel schwieriger, das nicht nur für euch in Linz.
Zugleich fühle ich mich als Arbeiter und angehender Student selbst schuldig. Hatte nur wenig Zeit um persönlich vor Ort zu sein, war somit gezwungen die Proteste so gut es geht via Interet zu verfolgen, konnte nur am Informationsaustausch teilhaben.
Um es überspitz auszudrücken:
Für viele junge Oberösterreicher, auch wenn ich der Ansicht bin, in einem, was die jugend angeht, konservativen auch teils sehr rechts gerichteten Land zu leben, oder gerade deswegen, wart und seit ihr Heldenhaft!!! Besten Dank dafür!
Angesichts der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wäre es fatal das am 22. Oktober erweckte revolutionäre Moment und Potential einschlafen zu lassen!! Ihr/Wir habt/haben tausendfach Symparthisanten, mittlerweile erstreckt über ganz Europa und das nicht ohne Grund! Ihr habt Raum eröffnet der keinesfalls geschlossen werden darf! Nein im Gegenteil es sollte nachgelegt werden!
Danke G.J.
07.11.2009 um %H:%M
Ich bin einer derer, die unser System mit hohen Steuerleistungen am Leben halten. Davon geht viel in die Bildung.
Ich finde es unverantwortlich, Infrastruktur für Protest zu mißbrauchen, die ich mitbezahlt habe. Als einer, der es in den Mittelstand OHNE Uni geschafft hat, nur mit Leistungswillen und ohne reiche Eltern und ohne Vitamine.
Ich bin dafür:
Das nur diejenigen studieren sollen, die es wirklich wollen und auch durchstehen können – höhere Effizienz bedeutet weniger Streuverluste = billiger. PRO Zutrittsbeschränkung!
Das die vielen tausenden “Proforma”-Studenten von den gestopften Eltern sofort und ohne Umwege für das “Bett” Uni zu bezahlen haben – PRO Studiengebühren!
Nur wer arbeitet, soll essen dürfen. Der Rest soll nachdenken, WER dafür sorgt, das Essen da ist! PRO Kürzung der Sozialausgaben!
mfg
Ing. Wedam
07.11.2009 um %H:%M
Feiglinge!
07.11.2009 um %H:%M
Hallo,
finde das die Forderungsliste um einiges zu lang war und auch sehr unnötige Forderungen, über welche sich auch viele Leute lustig machen, gestellt werden. Wer bitte hat so viel Zeit das er sich tagelang den Kopf über Genderthemen zerbricht. Wenn es mal so weit ist, kann es uns generell nicht schlecht gehen.
Ich persönlich bin auch für bessere Ausstattung der Unis, aber vielleicht sollte man den Weg über Gespräche suchen. Warum soll man für seine Bildung nich einen geringen Beitrag leisten müssen?
Vielleicht wäre auch ein möglicher Weg, nach dem Studium eine gewissen Zeit einen kleinen Beitrage (sozusagen Studiengebühren) vom Lohn an die Uni an der man studiert hat zurückzahlen zu müssen. Wäre auch fair, da man aufgrund der Ausbildung “hoffentlich” einen Job finden unst somit auch gutes Geld verdient.
Ich bin mit meiner Situation an der JKU sehr zufrieden, Lehrenden sind bemüht und es wird von allen Seiten versucht, dass man für das spätere Leben gut vorbereitet ist. Bin aber sicher keiner der die nächsten 10 Jahren noch studieren will, obwohl es mir auf der Uni gefällt. Wärde wahrscheindlich sogar unter der Mindesstudiendauer fertig und das bei einem Studium welches zu den schwierigsten an der JKU zählt. Ja sogar soetwas gibts, dass sich jemand an der JKU wohlfühlt.
Bitte einfach Gespräche mit UNSERER Vertrettung suchen und ein gemeinsames Vorgehen beschließen. Möchte nicht, dass das Ansehen der Studenten durch einige schwarze Schaffe beschmutzt werden.
Hoffe ihr lernt auch das Gefühl der Zufriedenheit kennen.
07.11.2009 um %H:%M
Schade, dass ich mich mit Provokationen dieser art und weise gerade aus Zeitgründen nicht auseinandersetzen kann aber ich glaube (@ Mittelstand) es wäre auch sinnlos einem Menschen der sich für Kürzungen im Sozialbereich auspricht zu erklären, warum dies was du hier siehst und was die letzten Wochen geschah, für Österreich und, im größeren, für Europa wichtig ist! Ich meine fastüberlebenswichtig!
Aber hierzu und speziall für dich ein Zitat eine Gerechten:
“Es hat keinen Sinn den falschen Leuten das Richtige zu erklären!!”
Passt doch ganz gut zu dir, nichtwahr? Du bist die Verkörperung!
07.11.2009 um %H:%M
@Student: Gutes Geld gibt es nicht mein Freund_in, genau so wenig wie es Gold frei von Blut gibt!
07.11.2009 um %H:%M
Stimmt, Unkraut (ein guter Name für dich), ohne die hohen Steuerleistungen der arbeitenden Bevölkerung wäre es gar nicht möglich, sowas wie dich zu erhalten.
Wieviele Minuten in deinem Leben hast du bereits real gearbeitet? Was hast du für die Gesellschaft bereits Produktives gebracht?
Es kostet Geld, viel Geld, das die Menschen, die nebenbei Ihre Familien ernähren müssen, zu bezahlen haben.
Aber ich sehe, soviel Solidarität kann ich von dir(euch) nicht erwarten, wie soll ich auch, ihr habt keine Ahnung, wie es im real life wirklich zugeht. Träumt weiter…Und sowas soll mal die Kompetenz unserers Landes darstellen!
Nur auf der faulen Haut liegen, dumme Sprüche klopfen und sich vom Wohlfahrtsstaat verköstigen lassen.
Ich hoffe, es wird wieder mal die Kostenwahrheit eingeführt, dann würdet ihr große Augen machen…
07.11.2009 um %H:%M
@Unkraut: Anstatt auf das Kommentar einzugehen, gehst du auf das “gute Geld” ein.
Das gibt meinem Kommentar recht. DANKE!
Die meisten wollen das Sozialsystem ausnützen, findet ihr das richtig? Nur nehmen, und nix geben wollen. Eine so eine Einstellung bringt den österreichischen Staat noch um.
Vielleicht sollte sich mal jeder mit der Frage beschäftigen: Wie kann ich was zum Gemeinwohl beitragen!! Diese Fragen sollten sich vielleicht auch fast alle Politiker stellen. Die teilweise in Bereichen tätig sind, wo diese nicht mal eine Ausbildung dafür haben.
Ich kann ja auch nicht wenn ich Elektriker bin, 2 Jahre als Bäcker arbeiten, danach ein halbes Jahr als Artzt und danach noch 2 Jahre als Mechaniker.
07.11.2009 um %H:%M
Horst ich arbeite mittlerweile seit neun Jahren!
Ich bin Proletarierer.
Und nun überlege!
Erstens denke an eine Welt in der sich deine Kinder aufmachen können und lernen und arbeiten was immer sie wollen, weil ihnen, egal aus welchen Verhältnissen sie stammen mögen, keine Steine mehr in den Weg gelegt werden!
Zweitens glaubst du nicht das auch Menschen die einmal studert haben dann Steuerlasten zu tragen haben?
Drittens mache dir Gedanken darüber in welchen Verhältnissen du nun lebst und wie sich diese, angesicht ökonomischer Probleme “wletweit”, zum negativen verändern könnten! Was macht nun dein geliebter (?) Staat deine gewählte “demokratische” Regierung? Überlege wen unterstützen sie wirklich und wen nicht?? Wie lange glaubst du wären sie bereit dich aufzufangen wenn es hart auf hart kommt? Dich und deine ganze Familie?
Viertens woher kenn ich deinen Namen? (hacke ich?
Grüße
07.11.2009 um %H:%M
Horst ich arbeite mittlerweile seit neun Jahren!
Ich bin Proletarierer.
Und nun überlege!
Erstens denke an eine Welt in der sich deine Kinder aufmachen können und lernen und arbeiten was immer sie wollen, weil ihnen, egal aus welchen Verhältnissen sie stammen mögen, keine Steine mehr in den Weg gelegt werden!
Zweitens glaubst du nicht das auch Menschen die einmal studert haben dann Steuerlasten zu tragen haben?
Drittens mache dir Gedanken darüber in welchen Verhältnissen du nun lebst und wie sich diese, angesicht ökonomischer Probleme “wletweit”, zum negativen verändern könnten! Was macht nun dein geliebter (?) Staat deine gewählte “demokratische” Regierung? Überlege wen unterstützen sie wirklich und wen nicht?? Wie lange glaubst du wären sie bereit dich aufzufangen wenn es hart auf hart kommt? Dich und deine ganze Familie?
Viertens woher kenn ich deinen Namen? (hacke ich?
Grüße
Sorry natürlich mit meinem “Namen”
07.11.2009 um %H:%M
@Student: ich glaube auch nicht das ich auf dein Kommentar eingehen wollte. Echt nicht nein! Ich wollte schreiben was ich schrieb! Verblüffend.
07.11.2009 um %H:%M
Zitat:
Solange das Audimax und auch andere Hörsäle besetzt sind, müssen zahlreiche Lehrveranstaltungen weiterhin in das Austria Center Vienna oder die Messe Wien ausweichen. Die Kosten dafür belaufen sich laut Uni auf 16.000 pro Tag.
Wieviel davon zahlt ihr, die Besetzer? Nichts? Achso…darf ja wieder nur der dumme Staat zahlen…Geile Einstellung….
07.11.2009 um %H:%M
Würde jeder darüber nachdenken, wie er sich selber maximal ins System einbringen kann, würde es uns ALLEN besser gehen.
Es muss eine Kostenwahrheit geschaffen werden. Die Studiengebühren waren genau richtig, um zu zeigen, auch DAS kostet Geld. Verblüffend…
Wer arbeiten WILL, bekommt auch Arbeit. Verblüffend einfach, ist aber so. Kanntest du noch nicht?
ad Steuerlast:
Tendenziell weniger Steuern als diejenigen, die gleich von Anbeginn produktiv wertvoll sind.
07.11.2009 um %H:%M
Produktiv einbringen…! Übrigens gehen sehr viele StudentInnen neben dem Studieren arbeiten. Nur so nebenbei…
07.11.2009 um %H:%M
gehe nebenher auch arbeiten….
07.11.2009 um %H:%M
Ich bin Student und beteilige mich sowohl an den Protesten als auch am Studium und für alle dies interessiert nebenbei arbeite ich seit dem ich 18 bin.
Huch oh schreck es scheint auch Studenten zu geben die mit ihren Steuern den Protest zu dem sie selbst beitragen mitfinanzieren….
Wichtich ist zu sagen, dass es bei diesen Protesten nicht nur um den kostenfreien Zugang für jedermann zur Bildung geht sondern auch um andere bestehende Missstände an den Universitäten.
Beziehungsweise die schlechte und inkonsistente Umsetzung von sinnvollen Richtlinien.
Beispielsweise bin ich in manchen bereichen für Prüfungskennen da ich bei Gruppenarbeiten in Übungen nicht mit Menschen arbeiten will die sich einfach nur von mir durchs Studium ziehen lassn möchten. Aktuelle Regelungen wie die STEP helfen dabei leider nicht sondern erschweren teils fleißigen Studenten das Vorrankommen da sie es unter umständen nicht geschafft haben alle benötigten Fächer zu absolvieren.
Dine wie die absolut Sinnlose Umsetzung der ECTS möchte ich garnicht weiter ansprechen.
Bei gewissen Personen aus dem “Mittelstand” frage ich mich wie weit diese den Protest und vorallem auch die unterschiedlichen Forerungen der Studenten verfolgt haben geschweigedenn ob sie wissen wie es teilweise an den Unis zugeht.
An dieser Stelle möchte ich noch anmerken Proteste, JA Sachbeschädigung und Party soll es dabei allerdings meiner Meinung nach nicht geben.
Zeigt worum es euch/uns geht lassen wir es nicht von anderen ins Lächerliche ziehen und vorallem lassen wir uns nicht unterkriegen.
Abschließend an die Linzer, danke das ihr solange durchgehalten habt und macht weiter auch wenn ihr keinen Hörsaal habt zeigt Weiterhin was euch am Herzen liegt und macht euch stark für eure Rechte.
LG
a.c.
07.11.2009 um %H:%M
@Mittelstand: Ich bin glücklich darüber ein Träumer zu sein!
Gäbs die nicht, gäbs uns nicht! =) herrlich verrblüffend!
Samstag Nachmittag, ich schätze du arbeitest, um keine Minute Produktivität zu vergeuden!
Schönen Grüße und schönen Tag noch an die ganzen Träumer und Utopisten!
07.11.2009 um %H:%M
Also mein lieber Mittelstand; wie ich sehe trägst du ja einen Kampf ums nackte Überleben aus, hahaha
Wie kommts dass es dir in einem Land wie Österreich so schwer fällt durch zu kommen? (denk in den USA würdest du 3Jobs haben und noch immer sudern dass du zuwenig verdienst und du dir dein Auto und die Alimente ned leisten kannst)
Unkraut – ich kann dir nur sagen dass deine Einstellung echt sch.. ist! Aber dafür bist du ja zu gut, dh. es kommt eh ned bei dir an wenn man mal nicht deiner Meinung ist.
@Student -ich kann dir nur beipflichten! Hab mir auch mal ne kleine Rechnung einfallen lassen ;
Kosten:
Studiengeb.: 360 – 720€ => 60-120/Monat
Studentenheim: ca. 200€/m
Verpflegung: 400€
—————————
Summe Ausgaben : ca. 660 – 720 pro Monat
Mögliche Einkommensquellen;
Familienbeihilfe: ca200€
geringfügig 330€
Ferialjob: 4Monate im jahr möglich zu 1000-1500€ (realistisch) + anteilsmäßig Wheinachts-/Urlaubsgeld = 2/3 eines Monatslohns
Ferialjob also ca 4600-7000€ -> aufgerechnet auf 12Monate => 383 – 583€/m
—————-
Summe möglicher Monatlicher Einkommen: 913 – 1113€
Wie wir sehen ist das Studieren in Österreich durchaus leistbar, wenn man es einfach WILL! und dies ganz ohne Zuschuß von den lieben Eltern.
Wenn jemand glaubt dass es ihm/IHR schlecht geht und er/SIE benachteiliegt ist dann möge er/(tschuldigung: SIE) doch seinen/IHREN Horizont erweitern und mal links und rechts vom Futterkrug schaun (in andere Länder).
mit besten liebsten AntiSolidarischen Grüßen an die Genossen MarX, Lenin und Co
Auch ein STUDENT
(ich kanns mir leisten, weil ich dafür arbeit!)
…und wenn wir schon Stalin verehren dann farg ich mich wieso Hitler und sein Regime in Österreich ein solches Problemthema darstellt… Ich find beides gleichermaßen Schlimm und wenn mir jemand mit “Genosse” kommt dann könnt ich Ihm/Ihr a so a watschn geben dass es Ihn/Sie umhaut!(würd dies jedoch auch mit nem Rechten tun, dass wir uns hier richtig verstehen; sonst werd ich gleich als rechte Sau zitiert und nur deswegen weil ich nocht so extrem linkLinks bin…………
07.11.2009 um %H:%M
die Besetzung is VORBEI!
JKU ist ZECKENFREI, lang lebe die JKU!
07.11.2009 um %H:%M
@Dipl Ing: Gut, du kannst aus Zitaten, auf die Person die es verwendet, Schlussfolgerungen ziehen. Ich darf dir nur gratulieren.
Mit Besten grüßen
Genosse Unkraut
*gg*… naja, Stalin is ja auch nicht grad mein Fall, deswegen Marx von Grund auf zu verurteilen, hm, da kann ich dir nicht ganz beipflichten.
07.11.2009 um %H:%M
Lieber Dipl Ing,
das schaut mir ein klein wenig nach Milchmädchenrechnung aus. Erstens halte ich es für ein Gerücht, dass eine mehr als vernachlässigend kleine Anzahl an Ferialjobs 1500€ pro Monat abwirft – kann also nur einen Geringteil der Studenten betreffen. Zweitens gibt es viele Studien, die eine nebenbei regelmäßige geringfügige Beschäftigung nicht erlauben. Man betrachte nur die naturwissenschaftlichen Studienrichtungen mit ihren geblockten Labors. Oder wie würden Sie einem Arbeitgeber erklären, dass Sie zB im März drei Wochen nicht kommen können, dann im Mai wieder zwei Wochen nicht etc. Da spielt Ihnen kaum ein Arbeitgeber mit.
Außerdem berücksichtigt Ihre Kostenseite einige Faktoren ebenso wenig. Wo sind zum Beispiel die Kosten für die Wiener Linien? Auch das Studium selbst verursacht in der Regel teils nicht unerhebliche Ausgaben für Skripten, Literatur (nicht alles ist in den erforderlichen Mengen in Bibliotheken leihbar), Kostenbeiträge für Labors und dgl.
Von den – von Ihnen vielleicht als exotische Sonderfälle angesehenen, aber in der Realität auch häufig existierenden – Fällen, wo eine Familienbeihilfe nicht gewährt wird, weil das Einkommen der Eltern zu hoch ist (den Studenten von dieser Seite aber dennoch keine Unterstützung zu teil wird), wage ich jetzt gar nicht zu sprechen.
Insgesamt sieht die finanzielle Situation also wohl um einiges knapper aus als von Ihnen spezfiziert.
07.11.2009 um %H:%M
Ich möchte dabei nur anmerken, dass es nicht gerade wenige Studierende gibt, die aufgrund einer Verletzung-Behinderung nicht nebenher arbeiten gehen können.
Ebenso möchte ich sagen, dass es auch viele gibt, die bei Stipendien u. co durch den Rost fallen, weil die Eltern angäblich zuviel verdienen (ob diese unterstützten oder nicht wird nicht berücksichtigt, ebensowenig ob die eltern einen größeren kredit laufen haben wegen hausbau/Autokauf/renovierung/etc.)
Weiters ist es nicht gerade einfach einen Nebenjob zu finden der sich mit den Vorlesungszeiten vereinbaren lässt.
Es gibt genug Studierende die 4 Tage die Woche an unbezahlten Forschungspraktikas arbeiten …z.b. für eine Abschnittsarbeit. 2 Tage sitzen sie dann auf der Uni und am Sonntag lernen sie für Prüfungen….arbeiten? WANN? mit einer Gehbehinderung WIE?
lg Offemey
07.11.2009 um %H:%M
Lieber Mittelstand, mich freut es dass du den Aufstieg auch ohne Studium geschafft hast. Bedenke doch bitte, dass Bildung ein Allgemeingut ist, von dem Alle profitieren, auch diejenigen, die nicht studieren. Offensichtlich gebrauchst du einen Computer und kommunizierst via Internet. Ist dir dabei nicht aufgefallen, dass du gerade von Erfindungen profitierst, die Studierte entwickelt haben?
Du sagst, man soll sich sein Studium selbst finanzieren. Glaub mir bitte, auch ohne Studiengebühren müssen Studenten bereits viel selbst finanzieren, denn so ein Studium kostet viel Geld. Du bist für Studiengebühren und findest es nicht fair, dass du mit deinen Steuern die universitäre Infrastruktur finanzierst? Wie wäre es denn, wenn du die Strassen zu deinen Kunden oder Geschäftspartnern selbst bauen und allein zahlen müsstest? Ich besitze kein Auto, bin dir aber trotzdem nicht böse, dass du auf den Strassen fährst, die ich mit meinen Mehrwertsteuerabgaben aus meinem Konsum für dich mitfinanziere. Wie wärs denn, wenn du die telefon- oder Internetkabel usw. zu deinen Geschäftspartnern und Kunden selbst ziehst und bezahlst? Ich habe keine Kunden oder Geschäftspartner, bin dir aber trotzdem nicht böse, dass du von Dingen profitierst, die auch ich mitfinanziere, denn wie du siehst, profitiere auch ich davon. Wir haben mehr gemein, als du glaubst.
Und noch eine kleine Anmerkung: In Salzburg wurden bereits vor der Besetzung Lehrveranstaltungen aus Platzmangel aus der Uni ausverlagert. Unter anderem in eine Disco.
Wir sollten uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Denn solange es irgendwelche Sündenböcke gibt, kann die Politik von den wahren Missständen ablenken. Und san mer uns ehrlich, es gibt doch grössere Ungerechtigkeiten, als dass du mit deinen Steuern die Bildung mitfinanzieren musst. Oder?
Für mehr Miteinander.
07.11.2009 um %H:%M
Ich bin einer der Besetzter und find es sehr schade dass die Besetzung zu Ende ist, schön aber dass es überhaupt eine gegeben hat! Am Montag um 19.00 im lui findet ein Treffen statt wo über das weitere Vorgehen geredet wird und hoffentlich viele kommen!
Nun zu der Diskussion bei der teilweise sehr seltsame Sachen gepostet werden.
Ich selbst hab während meines Studiums eine Vielzahl verschiedener (unqualifizierter) Jobs gemacht, darunter auch sehr viele miese Jobs. Meist waren diese sehr schlecht bezahlt und das was neuerdings „prekär“ genannt wird (kurzfristig, freier Dienstnehmer, große Flexibilität, kaum Sicherheit…). Allein das Jobsuchen war immer wieder ein Act der viel Zeit und Energie in Anspruch nahm die ich sonst ins Studium hätte stecken können. (Bei mir kam noch dazu dass ich schon anfang des Studiums Vater wurde und meine Arbeit deswegen mit Kind UND Studium vereinbar sein musste.) Erschreckend viele der Jobs die ich gemacht hab waren außerdem „objektiv“ sinnlos, bzw. wären zweckfrei und würden keinem abgehen, würde es sich in dieser Wirtschaft/Geselllschaft nicht vor allem um den privaten Profit drehen (unnütze Promotion, lächerlich-sinnlose Umfragen im Call-Center…).
Dazu noch kurz die Vermögensverteilung in Österreich (nicht ganz aktuell aber besser isses nicht geworden…):
34% des Vermögens gehört etwa 1% der ÖsterreicherInnen!
35% des Vermögens gehört etwa 9% der ÖsterreicherInnen
32% des Vermögens gehört etwa 90% der ÖsterreicherInnen!!!
(Quelle: Reichtum in Österreich, in: Bericht über die sozialen Lage, 2003-2004. Hrg: Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen)
Und wenn da wer meint dass das eine Prozent so fleissig war dass es sich das verdient hat dann ist ihm/ihr nicht mehr zu helfen. Jeder normal denkende und besonders jeder arbeitende (!!) Mensch (der nicht zu den oberen 10% gehört) muss sich da doch verarscht vorkommen wenn er sich mit 90% der Leute ein Drittel des Kuchens teilen soll. Und dass die Studis nicht zu den „Gstopften“ gehören sondern vielmehr nicht selten trotz Nebenjobs unter jeder Armutsgrenze leben sollte auch klar sein.
Und wegen Stalin, Lenin und Co: Ich sprech mich auch gegen jede staatliche Diktatur (im Namen) des Proletariats und finde dass diese schon genug Schaden und Leid angerichtet haben. Stattdessen bin ich überzeugter Basisdemokrat und finde es sehr schade wenn antikapitalistische Kritik immer gleich in das staatskommunistische Eck gedrängt wird, aber auch wenn kritische Geister sich selbst dort hin begeben.
07.11.2009 um %H:%M
34% des Vermögens gehört etwa 1% der ÖsterreicherInnen!
35% des Vermögens gehört etwa 9% der ÖsterreicherInnen
32% des Vermögens gehört etwa 90% der ÖsterreicherInnen!!!
34+35+32=101 %
Sehr gut – in österreich gibt es 101 % Vermögen – nachdem 1% überschüssig ist, würde ich vorschlagen 1% des Vermögens ÖSterreichs für die Unis herzugeben – aber schnell!
07.11.2009 um %H:%M
aber im Ernst: vom auf- und abrunden der Kommastellen (wo dann schon mal 101% als “Gesamtsumme” rauskommen können) hast schon mal was g’hört, oda?
07.11.2009 um %H:%M
@Wolfgang Also wenn Eltern zuviel verdienenum Familienbeihilfe zu beziehen dann würd ich voraussetzen dass sie ihre Kinder auch stützen können -> sollen!
@Offemey HAHAHAHA , gut da denkt Papi wohl mit wenn er 3Kinder zuhause hat und sich statt in die Bildung des einen oder anderen mal 1000-3000€ zustecken (was dann wohl ein -2monatsgehälter des Akademikers nach Abschluß wären) ein Auto kauft
hahahaha echt da muß man sich gratulieren und wenn ich solch einen daddy hätt würd ich den verklagen! das ist ja fast schon mißbrauch
@amoigehtsnuleicht man bist du arm, hast du vielleicht ein Spendenkonto eingerichtet? also ich studiere zwar auch noch (TNF) aber du tust mir ja außerordentlich leid. Auf magische Art und Weise ist es mir bisher (also während des ganzen Studiums) immer einen NebenJob zu haben… Und oh Wunder die haben mich nicht wie nen Sklaven behandelt.
Wenn jemand auf sprüche wie “freie Zeiteinteilung, unbegrenztes Einkommen garantiert und Dienstwagen von Anfang an” rein fällt dann sollte er/SIE vielleicht nicht studieren (da würd cih am gesunden Menschenverstand zweifeln)
MFG
07.11.2009 um %H:%M
Meine lieben Linzer Kolleginnnen und Kollegen!
Auch mir fehlen angesichts der Meldung, Ihr hättet den HS1 der Kepler-Uni geräumt, die Worte.
Wir prostierende WienerInnen sind Euch unglaublich dankbar, dass Ihr einen Hörsaal in der vorwiegend sehr konservativen Linzer Universität besetzen konntet und 11 lange Tage tapfer durchgehalten habt! Auch die Demo vom letzten Donnerstag soll ein voller Erfolg gewesen sein!
Unser aller Respekt und große Wertschätzung!!
Umso mehr ist es traurig, dass Ihr wohl weniger Unterstützung fandet als notwendig gewesen wäre, um den Saal dauerhaft halten zu können. Es ist bedauerlich, doch auch kein Grund zur Hoffnungslosigkeit!
Wir können stolz sein, dass durch uns in unserem Land und auch auf internationaler Ebene endlich eine tiefgehende, kritische Bildungsdebatte entfacht und somit nicht nur im (Aus-)Bildungssektor sondern auch in vielen weiteren gesellschaftlichen Bereichen ein kritisches Hinterfragen der gegenwärtigen, prekären Situation erst so richtig in Gang gesetzt wurde!
Wir dürfen nicht schwach werden, wir müssen standhalten gegen das Beharren auf Engstirnigkeit, Kleinkarriertheit und Egozentrik in der Gesellschaft!
Lasst uns noch mehr Menschen die Augen öffenen und zeigen, dass es auch eine andere Gesellschaft gibt. Eine Gesellschaft der frei Denkenden, der sich selbst formenden, den eigenen Stärken, Begabungen und Interessen folgenden Menschen. Interessen, welche in unmittelbarer Verbundenheit der Gemeinschaftlichkeit und “Brüderlichkeit” stehen! Denn nur auf solche Menschen kann man zählen. Nur in solchen ist das Wohl der Zukunft zu erkennen.
Die “Grenzen” von Alter, Geschlecht, sexueller Neigung, ethnischer Herkunft und sozialer Abstammung überschreitend müssen wir die Bildung -die persönliche Selbstentfaltung- in von jedweden übergeordneten Interessen befreien und in eine Richtung der Menschlichkeit lenken!
Ich denke, die Bestzung eines Hörsaals ist ein Hilfeschrei und aktiver Boikott zugleich. Leider werden politische Veränderungen nur mit einem solchen lauten Aufschrei, einem “die bestehende Betriebsamkeit störenden” Einsatz, einer (Selbst-)Aufopferrung und einem (Selbst-)Schaden erkämpft.
Wenn wir nicht fähig wären, uns über das Gewohnte hinweg zu setzen, würden wir zu hirnlosen Zahnrädchen einiger sich um der Selbststärkung Willen übergeordneter Kräfte wie Politik und Finanzwirtschaft.
Ann all diejenigen, die in uns einen “Haufen fauler, aktionsgeiler, linksradikaler, saufender Partymongos” sehen:
WIR denken!
Es wäre nur in Eurem Interesse, das auch einmal zu tun!
Kopf hoch, liebe LinzerInnen! Wir stehen gemeinsam hinter Euch!
Mit liebsten Grüßen!
Manuel
07.11.2009 um %H:%M
wer klaut hier meinen nick….???
07.11.2009 um %H:%M
@Dipl Ing sag mal wer hat dich bitte erzogen???
kannst dir nicht vorstellen dass ein arbeitender mann n auto braucht um auf dem land zur arbeit zu kommen??? Und wenn das auto kaputt geht er ein neues braucht??? (auch gebrauchtwagen kosten geld)
Oder dass ma evtl. mal den brunnen sanieren muss weil er kaputt ist?
wie realitätsfern manche leute doch sind… und das werfen sie dann gerade den studierenden vor…
07.11.2009 um %H:%M
Wird eigentlich irgendwo auf den FastHochschulen (FH) (Fast im Sinne von Beinahe) auch ein Hörsaal besetzt?
08.11.2009 um %H:%M
Lieber Dipl Ing,
klar “sollen” die Eltern das, aber oftmals tun sie das nicht. Ist nicht nur mir so ergangen sondern einigen Leuten in meinem Freundeskreis ebenso – und ich vermute mal ganz spekulativ, dass das kein singuläres Phänomen meines Freundeskreises ist. Und was dann?
08.11.2009 um %H:%M
@Offemey1 wenns dir so gut geht dass du dir ein Haus leisten kannst aber keine 2000 für einen Gebrauchten hast dann rag och mich echt…
Manche Leute haben Großes vor und keine Vostellung wie sie dazu kommen, du bist ein gutes Beispiel!
Wenn ich keine Kohle hab dann fahr ich nicht mit nem Ferrari durch die Gegend! Wenn cih kein Geld hab dann gib ich keines aus dass ich haben könnte wenn mich die Gesellschaft finanzieren sollte/könnte/würde…
Du bist echt ein VorzeigeExemplar der speziellen Art von Mensch, die die Gesellschaft fü ihre eigenen Entscheidungen (Fehlentscheidungen) geradestehen lassen will! -> Genau aus diesem Grund kann ich nicht solidarisch mit dir sein, weil du es dir gut gehen läßt und sobald du auf dei Fresse fliegst dann breitest frech die Hand aus und läßt dich aushalten.
und was die Erziehung angeht: Meine Eltern haben dafür was wir hatten ehrlich und hart gearbeitet und sie waren/sind Arbeiter und ich studiere und dazu noch mit Migrationshintergrund; wie utopisch ist denn das?
Jede Statistik kannst faken und da waren die Kollegen im HS1 auch wenn es keine Studienkollegen waren ein gutes Beispiel:
die haben gemeint dass wenn 6000 Öserreicher in D studieren und 17000 Deutsche in AT, dann studieren prozentuelle mehr Österreicher in Deutschland als Deutsche in Österreich
Rechnen will gelernt sein ; genau da sollte die Bildungspolitik ansetzen wenn leute die Studieren nicht richtig mit Zahlen umgehen können. -> So eine Aussage würde euch in einem Betrieb den ich zu leiten hätte sofort den Job gekostet weil man daran erkennt dass ich mit Zahlen nicht umgehen könnt!
Richtig ist es so:
Wenn 8Mio Österreicher 17000 Deutsche ausbilden können
und 80Mio Deutsche dafür 6000 Österreicher ausbilden, dann
haben wir ein Kostenverhältnis, dass jeder in Deutschland augebildete Österreicher ca 3 ausgebildetet Deutsche fordert.
oder wir werden noch krasser und sagen: 8Mio Deutsche bilden 600Österreicher aus (die auch Studienzugangsbeschränkungen uf sich nehmen) und dafür bilden 8Mio Österreucher 17000 Deutsche aus -> 600: 17000 oder 6:170
Da kommt Freude auf!!!
und nun sagen wir alle : “Ich bin gegen Zugangsbeschränkungen und für freie Liebe!” hahahaha
08.11.2009 um %H:%M
Selber
Selber zu denken, selber zu seh´n, selber die Freunde zu retten.
Selber zu lenken, selbst zu versteh´n, selbst die Verfolgten verstecken.
Selber zu hören – in jedem Moment, innere Stimme, die jeder Mensch kennt
Selber zu wählen, keine Partei, täglich und nicht auf vier Jahre.
1.Gleich nach dem Krieg hieß es: „Schwamm d´rüber, jetzt! Lasset doch ruh´n, was vergangen!”
Viel´ Posten wurden mit Nazis besetzt, die den „Persilschein“ empfangen.
Die weiße Weste der neuen Nation, nichts als aus Lügen gestrickt ward,
Das Blut der Opfer, die Streifen in rot, nur für die wenigsten
sichtbar…
Selber zu werten, selber zu steh´n, selber ein Unrecht aufdecken.
Selbst zu entscheiden, wem wir vertrau´n, wen wir ernähr´n und zudecken.
Selber zu lieben nach eigenem Sinn, frei von der Angst, was die anderen seh´n woll´n
Selber zu scheitern, selbst zu vergeh´n, selber die Freude zu wahren.
2.Heut hört man nichts mehr von Neutralität, Frieden ist auch nicht mehr cool jetzt.
Rohstoffe, etwa fürs Handy-Gerät, im Tschad und in Bosnien man findet.
Europäische Rüstung und Groß-Industrie bauten die neue Union auf.
Durch das Volk, die Kontrolle kommt später einmal – hört mir doch bloß mit dem Scheiß auf!
Selber..
3.Festung Europa, die Krise kommt an, lasst uns jetzt alle mehr sparen!
Manager, mit Millionen bedacht, ´Fahrrad zum Penthouse gefahren.
All die Rechte, die ArbeiterInnen erkämpft, werden in Eile zertrümmert,
Neue Armut im Inner´n, und massenhaft draußen – was das die Bosse schon kümmert!…
Selber zu geben, Türen zu öffnen, selber die Steuern um-lenken.
Selber zu helfen, zu widersteh´n, selber die Freiheit zu schenken.
Selbst hinzuschauen – ziemlich genau: wem wir vertrau´n, welchem Mann, welcher Frau.
Welche Gesetze wir noch respektier´n : gastfreundlich, menschlich uns dünken.
08.11.2009 um %H:%M
hi!
weiß man denn schon wann und wo das treffen am montag genau stattfinden wird?
lg
08.11.2009 um %H:%M
@palme -ich würd euch STWST vorschlagen
08.11.2009 um %H:%M
@Wolfgang Dann ist ja alles bestens – wer solche Eltern hat braucht keine Feinde mehr
Schon mal was von 2.Bildungsweg gehört?
1. deine Eltern schickten dich in die Lehre weil sie sich die 2-3Jahre sparen wollten dich zu ernähren und auszuhalten?
Lösung: Berufsreife-/ Studienberechtigungsprüfung (die Kosten dafür bekommst du sogar zu einem großen Anteil rückerstattet).
2. wenn nun deine Eltern schlauer waren und dir zumindest eine Matura ermöglicht haben (AHS wäre lustig) und es jetzt erst satt haben dich zu finanzieren, dann kannst dir ja einen Bildungskredit geben lassen.
-in beiden Fällen steht dir frei 4 Jahre zu arbeiten und ein selbsterhalter Stipendium zu beantragen.
Wenn dir das zuviel ist – tja dann gehst halt Zigelschupfn, ist ja nicht das Problem der Gesellschaft sondern deines!
08.11.2009 um %H:%M
Lieber Dipl Ing,
es gehen laut OECD-Statistiken offenbar bereits zu viele Leute Zigelschupfen (sic!) (um Ihre Pauschalalternative zum Studium zu bemühen) und wer ein klein wenig weiter denkt, erkennt auch, dass dieser Sachverhalt sehr wohl ein Problem der Gesellschaft wird (wenn nicht bereits sogar ist).
Dass es in Österreich sowas wie einen Bildungskredit gibt, darüber bin ich – und das meine ich jetzt ganz unpolemisch – nicht informiert. Auch ein erstes “Angoogeln” hat mir da keine weiteren Informationen gebracht. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
08.11.2009 um %H:%M
Das Treffen bezüglich der Weiterführung der Proteste findet morgen Montag um 19.00 im lui (Uni-Beisl) statt!
09.11.2009 um %H:%M
http://www.kredit45.at/2009/01/15/kredit-fur-studenten/
10.11.2009 um %H:%M
Toll, und damit begiebt man sich in die Abhängigkeit der Banken (ist schließlich kein Staatskredit!) und startet seine Karriere gleich mal mit nem Schuldenberg, wirklich tolle Lösung für die aktuellen Probleme.
“Der typische Bildungskredit zeichnet sich vor allem durch seinen relativ niedrigen Kreditzinssatz aus” –> relativ niedrig is halt auch iwie sehr … relativ … findest nicht auch?
12.11.2009 um %H:%M
nur so ein meta-kommentar…
also wenn man sich durchliest was hier so geschrieben wird hat man das gefühl dass sich hier einige sehr selbstverliebte leute tummeln…
Gerade Unkraut (“Es hat keinen Sinn den falschen Leuten das Richtige zu erklären!!”) – wenn es dein Ziel war die als möglichst arrogant zu präsentieren, dann ist es gelungen…
allerdings is das verherrlichen der eigenen meinung und herabspielen bzw. ins lächerliche ziehen aller anderer standpunkte nicht gerade konstruktiv – und zeugt erst recht nicht von kritischer haltung, sondern eher von naivität und kurzsichtigkeit…
eine derart komplexe angelegenheit wie die bildungspolitik auf einzelne angebliche “wahrheiten” und optima zu beschränken is doch etwas zu einfach…
28.11.2009 um %H:%M
Lieber Herr Ing. Woldan,
niemand will bestreiten, dass Sie möglicherweise (zu) hohe Steuern zahlen.
Doch woher wollen Sie wissen, wieviel davon "in die Bildung geht"?
Vermutlich haben Sie nicht wirklich gelesen oder nicht wirklich gehört, dass sich der Studenten-Protest eigentlich gegen zu geringe Dotierung aller Bildung richtet.
Kann es also sein, dass Sie Bildung mit Ausbildung verwechseln?
Auch in die wichtige Ausbildung "geht" schon nicht genug – doch mit der geforderten Förderung von Bildung hat Ausbildung nur sekundär zu tun.
Die zentrale Forderung der Studierenden ist gerade die Abschaffung von Bildungs-Hindernissen bzw. Bildungs- Bremsen.
Nach der Lektüre Ihres Textes glaube ich nicht, dass Sie darüber so gut Bescheid wissen, wie Studenten oder Professoren und Dozenten, die sich mit den Studenten-Forderungen mittlerweile solidarisiert haben.
Oder können Sie tatsächlich schlüssig erklären, warum Sie einer Verschlechterung der bisher schon bescheidenen Bedingungen des Studierens durch büroktratisch strukturierte Studienpläne (Bologna) und durch (zumindest) unverhältnismäßigen Einfluss von Politik und Wirtschaft applaudieren?
Ich will Ihren Blick beispielhaft nur auf einen einzigen Aspekt lenken: Auf die Notwendigkeit, dass eine Gesellschaft, die in einer (wie immer definierten) zivilisierten Menschheit mitagieren will, ebenso wie ein Wirtschaftskörper sich nicht ersparen kann, Forschung und Grundlagenforschung zu betreiben.
Fragen Sie bitte irgendeinen kompetenten Vertreter der Wissenschaft – Ihres Vertrauens und welcher Couleur auch immer -, ob er / sie ernsthafte Forschung für möglich hält unter dem Diktat von Wirtschaft oder Politik. Die Antwort wird immer dieselbe sein.
Hinsichtlich des Komplexes "Zutrittsbeschränkungen" ist vielleicht ein Hinweis nützlich auf den Ulmer (Nicht-)Maturanten Albert Einstein. Ehe Sie meinen, Einstein wäre doch eine Ausnahme, studieren Sie bitte die Ergebnisse einschlägiger österreichischer Erhebungen zum Problem.
Freundliche Grüße
Sigfrid Faerber
10.12.2009 um %H:%M
Ich arbeite ebenfalls neben dem Studium und es ist mir kaum moeglich beides zu vereinbaren, Deshalb wird mein Studium auch einiges laenger dauern. Ich bin 29 Jahre arbeite hauptberuflich ! Bitte tu nicht so, als wuerden wir hier alle auf Papas Geld sitzen und keine Ahnung vom Leben haben. Glaub mir, ich habe jeden noch so miesen Job gemacht den du wahrscheinlich nicht machen wuerdest. Meiner Meinung sollen die Leute zahlen, die das Geld habe, die Beduerftigten sollen befreit sein. Das waere fair.
21.12.2009 um %H:%M
Na du Pseudointellektueller, dir hat man ja auch ordentlich ins Hirn geschissen, oder?
06.01.2010 um %H:%M
ich finde es mehr als schade, dass die proteste jetzt anscheind nichts geholfen haben und die lieben herren und damen Politiker recht bekamen, dass sie auf den zeitfaktor setzen. Den jugnen damen und herren ging anscheinend zu schnell die luft aus.