IMAS, das Institut für Markt- Sozialanalysen Gmbh, schreibt in einem “IMAS Report” (http://imas.at/content/download/540/2158/version/1/file/23_11.pdf), dass 86% der ÖsterreicherInnen meinen, der Zugang zu den Universiäten müsste beschränkt werden.
Diese Ergebnis ging aus einer IMAS-Telefonumfrage hervor, diese halten wir für hochgradig unseriös. Die Fragestellung:
“In nahezu allen europäischen Ländern gibt es Aufnahmeprüfungen und Zugangsbeschränkungen an den Universitäten. Daher kommt es jedes Jahr in Österreich zu einem Ansturm ausländischer Studenten, die in ihrer Heimat nicht zum Studium zugelassen würden. Halten Sie es unter diesen Umständen für sinnvoll, bestimmte Zugangsbeschränkungen bzw. Aufnahmeprüfungen einzuführen, oder sind Sie gegen solche Beschränkungen?”
Es wird deutlich dass hier schon vor der Umfrage eine Entscheidung über deren Ergebnis gefallen ist. Diese Fragestellung ist nicht neutral, die erwünschte Antwort wird den Befragten nahegelegt. Die in der Frage (!) angeführten Argumente sind außerdem höchst zweifelhaft.
Unter anderem wird suggeriert, …
…dass Zugangsbeschränkungen vor allem ausländische StudentInnen abhalten würden, ÖsterreicherInnen sind davon aber in gleicher Weise betroffen. Bei den Aufnahmetests für Medizin zum Beispiel schneiden Deutsche StudentInnen sogar besser ab als Österreichische.
…dass die Universitäten wegen der ausländischen StudentInnen überfüllt seien. Das ist Schwachsinn, der Anteil Ausländischer StudentInnen ist gering und auch ohne den/die ca. 7% StudentInnen aus Deutschland wären unsere Universitäten überfüllt und das Betreuungsverhältnis schlecht.









05.11.2009 um %H:%M
Schreibt bitte unbedingt alle Medien an und bittet Sie, das in ihren Artikeln zu erwähnen – das ist sehr wichtig, da Politiker sonst in der Öffentlichkeit mit dieser Umfrage argumentieren können.
05.11.2009 um %H:%M
bitte hörts einfach auf….ihr seid nicht die Mehrheit in Österreich. Und diese Argumente sind sehr schlagend….aufhören zu träumen…
05.11.2009 um %H:%M
bodenlose Frechheit!!!
05.11.2009 um %H:%M
Das ist beschämdend…. Eine solche Umfrage mit einer derartigen Fragestellung zu veröffentlichen überschreitet die Grenze der Manipulation von öffentlichen Meinung
05.11.2009 um %H:%M
Na klar, wie solls der Feyman auch wissen – an der Uni war er ja nie.
05.11.2009 um %H:%M
Die Frage widerspricht allen Regeln einer wissenschaftlichen empirischen Sozialforschung. Ich empfehle den Damen und Herren von IMAS den Besuch einer EinführungsLV in die Sozialwissenschaften oder die Lektüre eines der vielen vielen Einführungsbücher!
05.11.2009 um %H:%M
Lasst euch davon nicht unterkriegen! Jetzt erst recht! Nichts desto trotz:
Die Umfrage ergibt durch die Fragestellung allein schon den Ausgang. Ziemlich unseriös. Ab in den Papierkorb damit.
05.11.2009 um %H:%M
An ‘office@imas.at’
Sehr geehrte Damen und Herren.
Die Umfrage 209056 (Stundentenproteste) kann wohl nur als schlechter Scherz verstanden werden.
http://imas.at/content/download/540/2158/version/1/file/23_11.pdf
Ich hoffe Sie sind sich bewusst, wie hier die Befragten in der Fragestellung selbst schon beeinflusst werden und indirekt die Antwort suggeriert wird.
Diese Umfrage ist als hochgradig unseriös zurückzuweisen.
Ich hoffe auch, Sie sind sich Ihrer Macht bewusst wenn sie derartige Pseudoumfragen an die Medien weiterleiten und damit bewusst Unwahrheiten verbreiten.
Vielleicht ist auch in Ihrem Unternehmen mehr Bildung als Ausbildung nötig?
Guten Tag!
05.11.2009 um %H:%M
@blueget
natürlich wissen die medien solche dinge nicht, gut, dass diese hier aufgezeigt werden…
@joshi
der immer nett lächelnde mann heißt faymann.
@mario
jetzt hast du es denen aber gezeigt, ich wette sie ziehen die umfrage zurück!
bitte sieh dir noch einmal ältere meinungsumfragen der imas an. du wirst feststellen, dass die umfragen ohne zweifel- wenn auch nicht zu 100%- den tenor der leute durchaus realistisch darstellen. also bitte nicht immer alles sofort schlecht- bzw. gutreden, sondern vielleicht zuerst überlegen.
ich bin überzeugt, wäre die fragestellung pro proteststimmung, dann würden die kommentare diese umfrage in den himmel loben.
also bitte probiert wenigstens mal, das ganze von einem objektiven standpunkt zu sehen(auch wenn ich denke, dass dieser wunsch wahrscheinlich nie in eurer linken gehirnhälfte ankommt).
05.11.2009 um %H:%M
Es war schon höchste Zeit zu demonstrieren. Ich bin froh, dass die Studenten es endlich gewagt haben ihren Unmut laut werden zu lassen. Ich glaube alle Österreicher sollte auf die Strasse gehen, denn wir werden alle von den Politikern und den Wirtschaftsbossen verarscht. Ich erwarte nichts Gutes für die Zukunft-
05.11.2009 um %H:%M
@Joschi: Klar nicht – weil man ihn “Faymann” schreibt. Lässt diese Unkenntnis auf mangelnde akademische Reife schließen? *lol*
Der Herr Faymann hat allerdings von 1985 bis 1988 studiert … vier Semester Rechtswissenschaften (allerdings ohne aber das Studium abzuschließen).
05.11.2009 um %H:%M
@msp: herr obergscheid: dass die Fragestellung eindeutig die Atwort suggeriert, kannst du nicht abstreiten. Grundsätzlich können Umfragen mit solcher Fragestellung nicht repräsentativ sein und sind deshalb abzulehnen, gerade wenn das Ergebnis eine Headline ergibt die da lautet:”86 Prozent für Zugangsbeschränkungen”. Deshalb sehe ich es als Pflicht, darauf hinzuweisen. Sollte meiner Meinung nach jeder machen.
05.11.2009 um %H:%M
Ich habe eine Idee für eine Umfrage:
Guten Tag, wollen sie bei unserer Umfrage mitmachen, die eigentlich keinerlei Sinn hat, und auch sonst nirgendwo durchgeführt wird?”
O JA
O Nein
05.11.2009 um %H:%M
Welche Argumente?
Hab das recherchiert ob die Frage wirklich so gestellt wurde. Stimmt!
Das ist einfach nur hochgradig, unprofessionell und unseriös!
Das nennt man eine Suggestivfrage!
05.11.2009 um %H:%M
@msp: Dir würd ein Einführungsbuch in die Methoden der empirischen Sozialforschung (insbes: Fragebogenkonstruktion, Frageformulierung und Forschungsethik) auch ganz gut tun. (beispielsweise Andreas Diekmann, 2001 (1995): Empirische Sozialforschung)
Ganz objektiv betrachtet ist die Formulierung der Frage von IMAS ein forschungstheoretischer Supergau. Könnte im Lehrbuch unter der Rubrik ‘So nicht!’ stehen…
05.11.2009 um %H:%M
Die Fragestellung ist ja wirklich sehr unseriös und kann ich nur als schlechten Scherz betrachten…
Immer weiter so Ihr könnt was bewirken!
05.11.2009 um %H:%M
Ich finde es eigentlich ziemlich Interessant, welche gesellschaftspolitischen Supergaus hier zu Tage treten. Das bekommt man erst mit, wenn man Ziel der Öffentlichkeit ist, so wie ihr es seid. Zuerst der skandalöse Bericht der Kronenzeitung über die Sprayer, der jeder Wahrheit entbehrt und jetzt die Fragestellungen bei Umfragen. Ich finde alleine diese Tatsachen sind Bildung. Ich werde das nie weider vergessen und jedesmal werde ich mich daran erinnern wenn ich eine IMAS-Umfrage lese oder vom ORF vorgestzt bekomme oder die Kronenzeitung sehe. Das alles öffnet mir die Augen.
05.11.2009 um %H:%M
diese Umfrage ist meiner Meinung nach ein gezielter Manipulationsversuch, eine Stimmungsmache, die nur den Sinn hat die Forderungen der Studierenden zu untergraben
06.11.2009 um %H:%M
Das ist keine Umfrage, sondern ein schlitzohriges Pamphlet.
Shame on you, IMAS!
06.11.2009 um %H:%M
Meine Email an den Geschäftsführer von IMAS:
Sehr geehrter Herr Geschäftsführer Dr. Hendorfer!
Ich schreibe Ihnen ganz persönlich, aber doch im Namen aller protestierenden Studenten in ganz Österreich, Deutschland, Europa…Welt.
Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass es nicht meine Absicht ist, Sie oder einen Ihrer Kollegen und Mitarbeiter persönlich zu beleidigen.
Es handelt sich lediglich um eine, ich nenne es mal “konstruktive Kritik.”
Eine Kritik an der Umfrage mit dem Titel 86%: Zugang zu den Unis muss beschränkt werden.
Es gibt (noch) ein paar Menschen, die wissen was unter OBJEKTIVITÄT in empirischer Sozialforschung zu verstehen ist. Ich denke gerade Ihnen bzw. Ihren Kolleg_innen und Mitarbeiter_innen müsste diese oberste Maxime empirischer Forschungsarbeit, mindestens ebenso ein Begriff sein, oder? In den Einführungsvorlesungen und Proseminaren an den Universitäten hört man jedenfalls, dass Suggestivfragen und Objektivität auf gar keinen Fall zusammenpassen.
Falls Sie nun denken, die für diese Umfrage verantwortliche(n) Person(en), bräuchte(n) wiedermal eine (noch) kostenlose Schulung in sozialempirsischem Basis-Know-How, dann sollten diese sich rechtzeitig zur Eignungsprüfung anmelden, denn die Plätze werden immer knapper!!
mit besten Grüßen
Klaus Relwach
(In Vertretung aller protestierenden Studierenden Österreichs, sowie aller kritischen Medienkonsumenten.)
ps.:
Ich habe mir noch ein Beispiel für eine weiter mögliche Umfrage überlegt: Studiengebühren ja? oder nein?
Frage:
“Sie sind doch sicher auch der Meinung, dass nur Geizhälse für guten Service nicht zahlen wollen, oder?”
Ergebnis:
89% der Österreicherinnen würden mit Ja abstimmen und die Presse und
Krone (-nur zum Beispiel) würden sich gleich anschließen und diese “Wahrheit”
dem Volke verkünden.
06.11.2009 um %H:%M
bin gespannt ob ich eine antwort bekomme.
wenn ja, dann wird diese natürlich hier gepostet.
06.11.2009 um %H:%M
Haha schreibt er gleich im Namen aller Studierenden der Welt. Ich denke jede/r kann selbst schreiben aber danke für deinen Einsatz.
Und ja, Imas für’n orsch
06.11.2009 um %H:%M
die Fragestellung stellt nur die Tatsache dar. es ist nunmal so, dass die meisten europäischen Länder Aufnahmebeschränkungen haben und somit viele Studenten nach Österreich kommen. Kann man wohl nicht bestreiten.
06.11.2009 um %H:%M
Gib doch bitte mal Quellenangaben.
06.11.2009 um %H:%M
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Mail möchte ich sie eigentlich nur darauf hinweisen, dass Sie sich mit der letzten Umfrage zu den Studentenprotesten sehr viel mehr selbst geschadet haben als den Prostestierenden (was ja offenbar Ihre klare Absicht war). Die beeinflussende und geradezu unverschämt unproffessionielle Art und Weise mit der befragt wurde, zeigt ganz deutlich auf, wie unglaubwürdig und abhängig ihr Unternehmen gegenüber “anderen Interessen” ist. Ich zumindest (und ich bin überzeugt tausende anderer auch) werden in Zukunft keiner einzigen Umfrage oder Statistik der FA. IMAS mehr glauben schenken. Und ich vermute, sie werden selbst wissen wie wichtig Glaubwürdigkeit für Ihr Unternehmen ist! Wer einmal lügt…
Sie behaupten übrigens auf ihrer Internetseite ein “Meinungsforschungsinstitut” zu sein. Ich bitte Sie das zu korrigieren. Von “Forschung” geschweige denn “Meinungsforschung” kann keine Rede sein. Das nennt man “Meinungsbeeinflussung” oder auch Manipulation…!
MFG
06.11.2009 um %H:%M
EU-Politiker haben Zugangsbeschränkungen an den Universitäten eingeführt um Leute daran zu hindern sich weiterzubilden. Zehntausende Studierende wollen dennoch Bildung.
Sind Sie auch für ungehinderten Zugang zu Bildung?
( ) Ja
( ) Nein
06.11.2009 um %H:%M
[...] und lieb gewonnen Bild des deutschen Studierendenansturms suggeriert werden (siehe dazu Presseaussendung der Audimax [...]
06.11.2009 um %H:%M
[...] und lieb gewonnen Bild des deutschen Studierendenansturms suggeriert werden (siehe dazu Presseaussendung der Audimax [...]
07.11.2009 um %H:%M
[...] und lieb gewonnen Bild des deutschen Studierendenansturms suggeriert werden (siehe dazu Presseaussendung der Audimax [...]