ULV-
Verband des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an den
österreichischen Universitäten
Der Pressereferent: ao.Univ.-Prof.Mag.Dr.Wolfgang Weigel
p.A. Universität Wien, Hohenstaufengasse 9, 1010 Wien
Tel.: 4277 37442, FAX: 4277 9374, e-mail: wolfgang.weigel@univie.ac.at
Wien, am 28.Oktober 2009
Pressemitteilung des UniversitätslehrerInnenverbandes anlässlich der
Studentenproteste an der Universität Wien
Die Studierenden haben Recht!
Das Problem (nicht nur) der Universität Wien ist ihre Scheinflexibilität.
Erstens kann sie die Lehre nicht beliebig vermehren und verbessern, ohne
dass die Forschung leidet – und die ist ebenso eine Grundlage für das
Budget wie die Lehre UND EBENSO Grundlage für das Ansehen der Universität.
Sie kann auch nicht beliebig viele zusätzliche Lehrpersonen einstellen,
weil dazu die Raumkapazität und die Sachausstattung nicht ausreichen.
Das wiederum ginge aber selbst bei einer Zusatzfinanzierung nicht rasch
genug – von der aber weit und breit nichts zu sehen ist. Ganz im
Gegenteil: Es reicht ja nicht einmal für die Umsetzung des
Kollektivvertrages, weil die Politik meint, etwas deshalb kostenlos
haben zu können, weil die Lasten auf die Universitäten abgewälzt werden.
Merksatz für alle im Jahr des Protests:
Man darf eine Universität eben nicht mit einer Fabrik verwechseln, weil
sich der Erfolg weder im Umsatz noch gar im Gewinn ausdrückt und
Kapazitätsanpassungen nur längerfristig möglich sind!
Die Scheinflexibilität der Universität kann nur wirksam bekämpft werden wenn
- die Rahmenbedingungen und POLITISCHEN Vorgaben stimmig und erfüllbar
sind und
- die Budgetmittel es erlauben, die Vorgaben tatsächlich zu erfüllen.
Die Österreichische Universitätspolitik wird aber nicht von
Fortschritten getragen sondern von unsachgemäßen Kompromissen.
Sie kennt keinen Mut sondern bestenfalls Tollkühnheit (und die ist
bekanntlich schädlich).
Wo also sind:
- Klare Konzepte ?
- Planbare Karrieren ?
- Mitwirkungsrechte statt Autokratie ?
Nur mit der Verwirklichung dieser Punkte wird auch die Betreuung der
Studierenden eine bestmögliche sein!
Der UniversitätslehrerInnenverband hat das seit Jahren in seiner
„Reparaturwerkstatt Universität“ immer wieder und im Detail hervorgehoben!
Ass.Prof.Mag.Dr.Christian Cenker e.h.
Vorsitzender des Dachverbandes
Ao.Univ.-Prof.Mag.Dr.Wolfgang Weigel e.h.
Pressereferent









29.10.2009 um %H:%M
“Man darf eine Universität eben nicht mit einer Fabrik verwechseln, weil
sich der Erfolg weder im Umsatz noch gar im Gewinn ausdrückt und
Kapazitätsanpassungen nur längerfristig möglich sind!”
meint der (Rechts-)Ökonomieprofessor Weigel.
Wenn selbst die Ökonomen erkennen, dass die Uni keine Fabrik ist warum schafft es dann die Politik nicht?
29.10.2009 um %H:%M
weil es idR die falschen politiker sind.
siehe hahn.
ich hab mir gerade noch mal ein paar interviews von ihm auf youtube angesehen. es ist ja unglaublichst was dieser herr verzapft.
29.10.2009 um %H:%M
siehe auch:
http://uni-wein.blogspot.com
19.11.2009 um %H:%M
[...] Nur mit der Verwirklichung dieser Punkte wird auch die Betreuung der Studierenden eine bestmögliche sein! (…) Christian Cenker, Vorsitzender des ULV-Dachverbandes, Wolfgang Weigel, Pressereferent. Siehe LINK. [...]