*Update: Hubert von Goisern tritt bei Auditorium Maximum auf. Noch einmal der Aufruf: die AG Supergau braucht HelferInnen, damit das Event richtig groß wird.
Die AG Supergau veranstaltet von 10.-14. März das Event “AUDITORIUM MAXIMUM – PAINT IT BLACK! powered by NGOs & Special Guests”. Dieses Spektakel steht – abgestimmt mit der Demo und dem Gegengengipfel – ganz im Zeichen des Protests gegen die Bologna-Jubiläumsfeierlichkeiten in der Hofburg.
Deshalb wird genau gegenüber, auf dem Heldenplatz, eine Bühne aufgebaut werden (geplant: 100.000 Watt gegen Bologna; die Veranstaltung wird normal als Demo angemeldet). Eine Mischung aus bekannten MusikerInnen, RednerInnen und VertreterInnen von NGOs werden auftreten; dazu gibt es audiovisuelle Beiträge über die Bildungsproteste.
Der Name “Paint it black!” steht symbolisch dafür, dass die freie Bildung in den letzten Jahren zu Grabe getragen wurde. “Auditorium Maximum” verweist nicht nur auf das vormalige Epizentrum der unsereuni-Bewegung, sondern steht auch dafür, dass eine möglichst große Zahl an Menschen, kritischen Organisationen und Medien erreicht werden sollen. Deshalb auch der Versuch, das Event über TV- und Radiostationen zu übertragen. Menschen sollen auf die aktuellen politischen Fehlentwicklungen – auch außerhalb des Bildungsbereiches – aufmerksam gemacht werden. Stopp dem Ausverkauf von Bildung und anderen Menschenrechten!
Das Konzept für Auditorium Maximum steht. Erste Gäste und SponsorInnen haben bereits zugesagt; die Veranstaltung findet sicher statt. Die Einnahmen kommen der unsereuni-Bewegung zu Gute.
Die AG Supergau steht mit diversen NPOs, Bands, RednerInnen und Medien in Kontakt, organsiert die Infrastruktur und kümmert sich nebenher auch noch um Werbung für das Event. Wenn ihr mithelfen wollt, bzw. als KünstlerInnen oder mit eurer NPO auftreten wollt, könnt ihr euch bei den folgenden Adressen melden:
desk@auditoriummaximum.org – Allgemeines
stage@auditoriummaximum.org – LineUp – Programm
press@auditoriummaximum.org – Medienarbeit
finance@auditoriummaximum.org – Finanzierung, Sponsoring v. NonProfits
tech@auditoriummaximum.org – Technik, Stream, Bühne,…
Helft mit, damit die Proteste im März echt groß werden!
Homepage mit Programm und Veranstaltungskonzept:
www.auditoriummaximum.org
[ge]









06.02.2010 um %H:%M
Ich finde das Motto der Trauerfeiern echt den falschen Anstrich für unseren Protest, das Motto der Demo is "Unsere Zukunft in unsere Hände", wir wollen vorwärts schauen und nichts zu Grabe tragen, was stirbt ist für immer dahin, unsere Ideale und unser Kampf leben aber weiter! Außerdem finde ich es scheiße dass wenn Aktionen, Workshops und Diskussion stattfinden ein Eventprogramm aufgezogen wird, bei dems nur um politisch korrekten Konsum geht, und damit Leute für Konzerte auf die inhaltliche Debatte verzichten. Für oder gegen die Bewegung?
12.02.2010 um %H:%M
Bei dem Eventprogramm geht es nur um politisch korrekten Konsum? Da hast du wohl nicht das Konzept gelesen, oder?
13.02.2010 um %H:%M
Da fühlt sich je wer auf den Schlips getreten! Natürlich hab ich das Konzept gelesen! Außer dass einmal das Mikro in die "Masse" gericht werden soll damit ein paar Besoffene irgendwas auf die Bühne rufen dürfen und NGO´s, die auch als Sponsoren auftreten sollen, ihre Statements verlesen, ist da nicht viel an partizipativem Denken auszumachen. Es geht um das "SPiel mit der Masse", um ein "Event", letzlich um nichts anderes als Reproduktion der Mainstream-Unterhaltungskultur. Hubert von Goisern, Tocotronic, Sportfreunde Stiller, auch von Christina Stümer hab ich schon gehört. Im Konzept nachzulesen: Kooperation mit MTV angestrebt (man erinnere sich: "Next", "Dismissed", "Flavour in Love",…). Das soll euer Beitrag zu einer kritischen Hochschulpolitik sein? Statt 100.000 Watt gegen Bologna brauchts 100.000 Köpfe gegen Bologna, die diskutieren, entwickeln, kämpfen. Und genau die fehlen am Gegengipfel und in den Vernetzungs- und Arbeitsforen, während sie zu Hubert von Goisern die Bierbecher schwenken. Danke!
14.02.2010 um %H:%M
Nette Kritik, aber kalter Kaffee. Dieser AG geht es glaub ich (soweit ich des von aussen seh) vor allem auch um die Breitenwirkung und Medienpräsenz – wo bekommst du denn 100.000 Köpfe gegen Bologna, die diskutieren, entwickeln etc., her? Habe auch vom Konzept her den Eindruck, dass es nicht nur um Entertainment geht. Was davon umgesetzt wird, mal sehen. Find es lustig, dass du so gegen Musik im Rahmen ner Protestaktion bist, das heißt ja nicht immer Konsumzwang. Habe auch den Eindruck, dass dir die gesamtgesellschaftliche Wirkung nicht wichtig ist. Ich geh davon aus, dass PassantInnen die die Musik hören, schaun was los ist, Flugblätter Buttons etc bekommen, informiert werden, und das im Rahmen einer Veranstaltung, leichter überzeugt werden als wenn ihnen gleich ma Konsumzwang vorgeworfen wird. Gehe auch davon aus, dass die NGO´s unterstützen und vice versa. Konsumzwang von was? Es ist ja nicht grad so, dass Bier, Energydrinks und Softdrinks zu Wahnsinnspreisen wie bei den typischen Sommer-Festivals (die Mainstream sind) verscherbelt werden oder eine Fastfood-Filiale rumsteht., oder? Wo ist da der Mainstream-Konsumzwang, ich hab gelesen es soll doch eine VoKü dort geben?
21.02.2010 um %H:%M
Nach meinem Wissensstand steht die AG Supergau, die dieses Festival organisieren wollte, kurz vor der Auflösung, nachdem sich sämtliche SponsorInnen wegen Intransparenzen (Grüne, ÖH,…) zurückgezogen haben. Zudem ist die AG auch politisch mehr als fragwürdig (die allgemeine Einschätzung der AG ist, dass keine Leute mehr mobilisierbar sind, nur noch ein Medienspektakel die Bewegung retten kann). Nachdem also viele Fragen rund um diese AG im Raum stehen, niemenad recht weiß was da eigentlich läuft und man darüber auch keine ordentlichen Infos bekommt, würde ich dafür plädieren sie zumindest vom Banner oben auf der HP zu nehmen. Die Ankündigung eines Megaevents auf der Hauptseite, für das es im Moment weder SponsorInnen noch genügend Zusagen gibt, kann mitunter nach hinten losgehen, wenn der Protest zum Gipfel daran gemessen wird. Sage nur geplant: 100.000 Watt gegen Bologna
großer Bildungs-Sarg 10 -20 Meter hoch .. (von der Bühne herunter)!!! Das müßte längst alles stehen, glaube nicht dass da noch viel passieren wird. Die Ankündigung im gleichen Atemzug mit dem Gegengipfel find ich also ein bißchen eine Zumutung für die Leute, die seit einem halben Jahr ein gutes politisches Programm (mit Breitenwirksamkeit!) auf die Beine stellen.
21.02.2010 um %H:%M
Lieber Stefan,
Mir fehlendes Bewußtsein für Breitenwirksamkeit vorzuwerfen find ich das letzte, schließlich stecke ich seit Jahren unzählige Stunden genau darin, eine Breitenwirksamkeit herzustellen, wenn du das auch gemacht hast wirst du verstehen warum ich das persönlich nehme.
Jetzt wo wir diese Breitenwirksamkeit hätten (wie gesagt nach Jahren der Stagnation) sollen wir sie im Rahmen eines Festivals nutzten statt die Inhalte unserer Kritik und unseres Protests zu kommunizieren? Kann nicht dein Ernst sein!!!
Da du mir leider aber ein bißchen zu patzig und in deinen Kommentaren zu persönlich wirst, hab ich keine Lust mehr mit dir zu diskutieren. Insofern wünsche ich dir viel Erfolg mit deiner Schiene, aber bitte repektiere die politische Arbeit die andere machen und wisch jahrelange Arbeit und Auseinandersetzung nicht mit ein paar platten Sprüchen vom Tisch (z.B. "Find es lustig, dass du so gegen Musik im Rahmen ner Protestaktion bist, das heißt ja nicht immer Konsumzwang." – glaubst du wirklich ich hätte was gegen die Kombi von Musik und Protest? – da erübrigt sich jeder Kommentar…)
solidarische Grüße