Walter Lüftl verfasste 1991, als Präsident der Bundesingenieurskammer, Stellungnahmen, worin er „…die technische Möglichkeit der Menschentötung in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau bestritt“. (Artikel des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes) Daraufhin musste er zurücktreten, und sich einem Verfahren bezüglich des Verdachts auf nationalsozialistischer Wiederbetätigung stellen. Seine revisionistischen Überlegungen werden in einschlägigen, internationalen Kreisen gerne zitiert und aufgegriffen.
18 Jahre später. am Freitag den 11. Dezember, wurde Walter Lüftl, als Absolvent der Fakultät für Bauingenieurswesen im Festsaal der TU Wien in einer feierlichen Zeremoniedas „goldene“ Diplom verliehen. Dies geschah unter Anwesenheit des Rektors und des Senats der TU Wien
Die Fachschaft Architektur findet diesen Zustand untragbar und distanziert sich von diesem Vorgehen! Die Protestbewegung der TU Wien schließt sich dieser Haltung vollkommen an.
Wir fordern die sofortige Aberkennung des Diploms!
Wir fordern die Verantwortlichen des Rektorats und der Fakultät für Bauingenieurwesen auf, die Konsequenzen aus dieser Fehlentscheidung zu ziehen!
Die VertreterInnen der Fachschaft Architektur
Weitere Informationen:
derstandard.at – TU ehrte Holocaust-Leugner
Stellungnahme der Fachschaft Architektur der TU Wien
Communiqué des Rektors der TU Wien zur Causa Lüftl
derstandard.at – TU Wien erwägt Rücknahme von Ehrung
Elfriede Jelinek – Im Reich der Vergangenheit
derstandard.at – Israelische Kultusgemeinde fordert Aberkennung des Ehrendiploms









24.01.2010 um %H:%M
Ich sehe keinen logischen Zusammenhang zwischen der kritischen Stellungnahme zu einer historisch nicht aufgearbeiteten oder wissenschaftlich untersuchten Behauptung und der Aberkennung eines technischen Diploms.